Das Rauschen des Kosmos. Sandra Vásquez de la Horra. Käthe-Kollwitz-Preis 2023

Ausstellung, 19.6. – 25.8.2024
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Preisverleihung und Eröffnung am 18.6.2024, 19 Uhr

Sandra Vásquez de la Horra, Durmiente 1, 2018, Foto: Eric Tschernow © VG Bild-Kunst, Bonn, 2024 – The Artist

Sandra Vásquez de la Horra erhält den Käthe-Kollwitz-Preis 2023. Anlässlich der Preisverleihung zeigt die Akademie der Künste eine Auswahl ihrer Arbeiten, die vom 19.6. bis zum 25.8.2024 am Hanseatenweg zu sehen sind. Über 60 Zeichnungen, Fotografien und Objekte entfalten sich in einer ortsspezifischen Installation. Die Künstlerin thematisiert in ihrem Werk Konflikte, die uns gegenwärtig weltweit beschäftigen. Ihre Arbeiten vereinen Archetypen unseres kollektiven Bewusstseins, Tabus, Geschlechterfragen und Sexualität, interkulturelle Reflexionen sowie Fragen der spirituellen Praxis. De la Horra wuchs in einer Zeit auf, in der ihre Heimat Chile nach dem Putsch der Militärjunta von 1973 von Folter, Verschleppungen und Menschenrechtsverletzungen beherrscht war. Die Geschichte Chiles hat ihre Zeichnungen, Skulpturen und Installationen genauso geprägt wie die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte, mit Mythologien der indigenen Bevölkerung sowie der Kolonialherrschaft europäischer Länder in Mittel- und Südamerika.

Sandra Vásquez de la Horra (Homepage der Künstlerin), geboren 1967 in Viña Del Mar in Chile, studierte in ihrer Geburtsstadt visuelle Kommunikation und im Anschluss an der Düsseldorfer Kunstakademie erst bei Jannis Kounellis, später bei Rosemarie Trockel freie Kunst. An der Kunsthochschule für Medien Köln bildete sie sich in den Bereichen Fotografie, Film und neue Medien weiter. 1995 siedelte sie nach Deutschland über. 2022 war sie Teilnehmerin der 59. Biennale di Venezia. Sandra Vásquez de la Horra wird 2024 im Denver Art Museum und 2025 im Haus der Kunst in München mit umfangreichen Einzelausstellungen geehrt.

Begleitend erscheint eine Publikation mit Texten von Ulrike Grossarth und Siegfried Zielinski.

Der Käthe-Kollwitz-Preis wird seit 1992 von der Kreissparkasse Köln, Trägerin des Käthe Kollwitz Museum Köln, mitfinanziert.

Candida Höfer. Käthe-Kollwitz-Preis 2024

Ausstellung, 14.9. – 29.11.2024
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Preisverleihung und Eröffnung am 13.9.2024, 19 Uhr

Die in Köln lebende Fotografin Candida Höfer wird mit dem Käthe-Kollwitz-Preis 2024 ausgezeichnet. Die Akademie der Künste ehrt mit dem Preis eine der weltweit anerkanntesten deutschen Fotografinnen. Candida Höfers über fünf Jahrzehnte gewachsenes Œuvre zählt zur fotografischen Avantgarde der Gegenwart. Ihre großformatigen Fotografien zeigen öffentliche und halböffentliche Räume markanter historischer Bibliotheken, Museen oder Opernhäuser. Die Motive zeigen Orte der Begegnung, der Kommunikation, der Erinnerung und des Wissens, aber auch der Entspannung und Erholung. Die Künstlerin selbst beschreibt ihre Arbeiten nicht als Architekturfotografien, sondern als Porträts von Räumen. Der Preis wird am 13. September 2024 im Rahmen der Berlin Art Week in der Akademie der Künste am Pariser Platz verliehen. Anlässlich der Preisvergabe zeigt die Akademie der Künste eine Ausstellung mit Werken Candida Höfers.

sauerbruch hutton / draw love build / futuring modernities

Ausstellung, 25.10.2024 – 19.1.2025
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Eröffnung am 24.10.2024, 19 Uhr

Das Architekturbüro Sauerbruch Hutton wurde 1988 von Louisa Hutton und Matthias Sauerbruch gegründet und praktiziert seit 36 Jahren in Berlin. Die Ausstellung umfasst ca. 50 Bauten und Entwürfe des Büros bis heute. Bevor das Œuvre als Vorlass in den Besitz des Baukunstarchives der Akademie der Künste übergeht, werden nun analoge Architekturmodelle und Zeichnungen vorgestellt.

Darüber hinaus werden für die Projekte in einer speziell entwickelten App weitergehende Informationen wie Texte, Zeichnungen, Fotografien und Filme angeboten. Die App steht den Besucher*innen auf den eigenen Endgeräten zur Verfügung, bei Bedarf wird ein Tablet ausgehändigt. Der Film von Harun Farocki Sauerbruch Hutton Architekten von 2013, der den Büroalltag und die Arbeitsweisen des Studios dokumentiert, wird gezeigt. Zu der Fortschreibung des Ausstellungskonzeptes gehört die Ergänzung durch neue Projekte, aber auch die selektive Gegenüberstellung mit bereits vorhandenem Archivmaterial – mehrheitlich aus den ersten drei Vierteln des zwanzigsten Jahrhunderts. Prognosen zur Zukunft von Architektur und Städtebau entstehen direkt aus der Reaktion auf die Visionen der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Ausstellung wird von Dirk van den Heuvel, Professor an der TU Delft, zusammen mit dem Büro Sauerbruch Hutton kuratiert.