„Arbeit am Gedächntis – Transfoming Archives“: Schwerpunktprogramm mit Ausstellung und Veranstaltungen, Mai – November 2021. Mehr unter www.adk.de/gedaechtnis.

Film ist Erinnerungsarbeit
3.8.2021

Künstlergespräch

Für den Filmemacher Edgar Reitz ist Erinnerung immer subjektiv, selektiv und lückenhaft. In Heimat (1984) hat er dies zum Gestaltungsprinzip erklärt. Die Filmeditorin Bettina Böhler empfand eine große Verantwortung, durch ihre Dokumentation über Christoph Schlingensief mitzuentscheiden, wie dieser in Erinnerung bleiben wird. Eine Diskussion über assoziatives und filmisches Erinnern. In deutscher Sprache. Auch als Livestream.

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Foyeransicht, 2021, Akademie der Künste, Berlin, Pariser Platz. Foto: Stephanie Steinkopf/OSTKREUZ
Foyeransicht, 2021, Akademie der Künste, Berlin, Pariser Platz. Foto: Stephanie Steinkopf/OSTKREUZ

Arbeit am Gedächtnis – Transforming Archives
17.6. — 19.9.2021

Ausstellung

Das kulturelle Gedächtnis ist die Basis der menschlichen Zukunft. Dabei übernehmen Künste und Kulturinstitutionen eine entscheidende Rolle. Die Ausstellung beleuchtet verschiedene Aspekte der Erinnerungskultur mit 13 Auftragsarbeiten zeitgenössischer Künstler*innen und 15 exemplarisch ausgewählten Exponaten aus dem Archiv der Akademie der Künste.

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Still listening II © Annesley Black; www.oldcrow.ca
Still listening II © Annesley Black; www.oldcrow.ca

Memories in Music. Festival zeitgenössischer Musik
6. – 8.8.2021

Konzerte, Installationen, Audiowalks

Das Festival bietet einen breiten Einblick in eine diverse zeitgenössische Musikpraxis, die Kanons und ästhetische Normen hinterfragt und an Geschichtsschreibung, Erinnerungskultur und gesellschaftlicher Transformation mitwirkt. Den Fokus Libanon setzen die Konzerte von Voice Affairs und Calamita. Das ensemble mosaik und die Installationen stellen Walter Zimmermanns Ansätze von Erinnerungsarbeit vor.

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Richard Deacon, Flat 27, 2016, Glasierter Feuerbeton. Foto: Mareike Tocha
Richard Deacon, Flat 27, 2016, Glasierter Feuerbeton. Foto: Mareike Tocha

Richard Deacon. On the Surface
19.6. – 28.8.2021

Ausstellung

Die Sektion Bildende Kunst stellt jährlich das Werk eines ihrer Mitglieder im Kurt Tucholsky Literaturmuseum in Rheinsberg vor. Die diesjährige Ausstellung ist Richard Deacon gewidmet. Im Mittelpunkt stehen neue Keramikarbeiten Deacons. Den für seine Experimente mit Materialien bekannten Bildhauer interessiert dabei das Spiel von Kontrolle und Zufall bei der Entstehung der Farbglasuren als Oberflächen.

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„Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk.“ – Präsentation des Brücke-Museums im Foyer der Akademie der Künste. Foto: Silke Briel © Brücke-Museum
„Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk.“ – Präsentation des Brücke-Museums im Foyer der Akademie der Künste. Foto: Silke Briel © Brücke-Museum

Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk.
17.4. – 29.8.2021

Präsentation

Der Berliner Architekt und Stadtplaner sowie langjährige Akademie-Präsident Werner Düttmann (1921-1983) wurde vor 100 Jahren, am 6. März 1921, geboren. Im Rahmen der Düttmann-Ausstellung des Brücke-Museums gibt es im Foyer am Hanseatenweg eine Präsentation zu seiner besonderen Beziehung zur Akademie der Künste – zum Gebäude wie auch zur Institution.

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Grafik © Ta-Trung, Berlin
Grafik © Ta-Trung, Berlin

Arbeit am Gedächtnis – Transforming Archives
Mai – November 2021

Ausstellung und Veranstaltungen

Die Akademie der Künste und ihre Archive sind ein Ort der künstlerischen Erinnerungsarbeit. Aus Anlass ihres 325-jährigen Bestehens beginnt die Akademie, die eigene Institution als Gedächtnisspeicher neu zu reflektieren. Den Kern des umfangreichen Schwerpunktprogramms bilden Veranstaltungsreihen sowie eine große Ausstellung mit 13 Auftragsarbeiten zeitgenössischer Künstler*innen.

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Foto: Christian Kraushaar
Foto: Christian Kraushaar

1696–2021. Die Akademie der Künste nimmt ihr 325-jähriges Jubiläum zum Anlass, um sich zu erinnern und die gegenwärtige Situation zu befragen. In Form von Kalenderblättern werden Ereignisse beleuchtet, die als Zäsuren das Leben der Künstlergemeinschaft geprägt haben oder Momentaufnahmen ihrer Geschichte bieten. In deutscher Sprache.

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Rückseite des Gemäldes Porträt Hanns Meinke von Rudolf G. Bunk © Foto: Carolin Faude-Nagel
Rückseite des Gemäldes Porträt Hanns Meinke von Rudolf G. Bunk © Foto: Carolin Faude-Nagel

Ein digitales Schaufenster bietet Einblicke in die umfangreichen Bestände des Archivs der Akademie der Künste. digital.adk.de umfasst alle Kunstformen und Archive von herausragenden Künstlerinnen und Künstlern im deutschen Sprachraum und macht sie zugänglich. In einer neuen Kollektion werden die wechselvollen Besitzgeschichten ausgewählter Gemälde und Skulpturen der Kunstsammlung vorgestellt.

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Akademie der Künste am Hanseatenweg. Foto © Erik-Jan Ouwerkerk
Akademie der Künste am Hanseatenweg. Foto © Erik-Jan Ouwerkerk

Die Akademie der Künste ist eine internationale Gemeinschaft von Künstler*innen und hat in ihren sechs Sektionen Bildende Kunst, Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst, Film- und Medienkunst derzeit insgesamt 402 Mitglieder. Die Akademie ist ein Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Das Archiv der Akademie zählt zu den bedeutendsten interdisziplinären Archiven zur Kunst des 20. Jahrhunderts.

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Neuigkeiten aus der Akademie

Stipendiat*innen 2021/2022 der JUNGEN AKADEMIE bekanntgegebenmehr

„Landschaft der Wörter“ – Helmut-Heißenbüttel-Archiv vollständig erschlossenmehr

Daphne-Caruana-Galizia-Preis für Journalismus fördert Verteidigung der Grundwerte der Europäischen Unionmehr

Freiheit für Julian Assangemehr

O.E. Hasse-Preis 2021 an Rasmus Friedrichmehr

Foyeransicht, 2021, Akademie der Künste, Berlin, Pariser Platz. Foto: Stephanie Steinkopf/OSTKREUZ
17.6. – 19.9.
Ausstellung

Arbeit am Gedächtnis – Transforming Archives

Das kulturelle Gedächtnis ist die Basis der menschlichen Zukunft. Dabei übernehmen Künste und Kulturinstitutionen eine entscheidende Rolle. Die Ausstellung beleuchtet verschiedene Aspekte der Erinnerungskultur mit 13 Auftragsarbeiten zeitgenössischer Künstler*innen und 15 exemplarisch ausgewählten Exponaten aus dem Archiv der Akademie der Künste.

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Edgar Reitz, Heimat. Eine deutsche Chronik, Filmplakat © ER Stiftung
Dienstag, 3.8.
Künstlergespräch

19 Uhr

Film ist Erinnerungsarbeit

Für den Filmemacher Edgar Reitz ist Erinnerung immer subjektiv, selektiv und lückenhaft. In Heimat (1984) hat er dies zum Gestaltungsprinzip erklärt. Die Filmeditorin Bettina Böhler empfand eine große Verantwortung, durch ihre Dokumentation über Christoph Schlingensief mitzuentscheiden, wie dieser in Erinnerung bleiben wird. Eine Diskussion über assoziatives und filmisches Erinnern. In deutscher Sprache. Auch als Livestream.

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Life is Impossible without Forgetting. Fotomontage: Tony Elieh
Freitag, 6.8.
Klanginstallation

18 – 20 Uhr

Memories in Music II Life is Impossible without Forgetting

Der Elektroniker und E-Bassist Tony Elieh sieht im Vergessen eine Chance, der immer wieder der Zerstörung ausgesetzten libanesischen Stadt Beirut zu entkommen. In seiner Klanginstallation geht er von einem Jingle aus, der im Bürgerkrieg (1975-1990) die Nachrichtensendung im christlichen Ostteil Beiruts ankündigte, rekonstruiert als Summe akustischer Erinnerungen in seinem Freundeskreis.

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Voice Affairs, Video Still © Panos Aprahamian
Freitag, 6.8.
Konzert

20 Uhr

Memories in Music II Voice Affairs – Fokus Libanon

Voice Affairs initiiert künstlerische Dialoge zwischen europäischer Kunstmusik und den experimentellen Musikszenen im Libanon und verbindet die Neuen Vocalsolisten mit Musiker*innen aus Libanon, Ägypten und Palästina. Aus der Perspektive von zeitgenössischer Komposition, von elektronischer Musik, Sound Art, Improvisation und Avant-Pop beschäftigen sie sich alle auf unterschiedliche Weise mit der Stimme und ihren historischen, religiösen und kulturellen Implikationen.

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Calamita. Foto © Mark Khalife
Freitag, 6.8.
Konzert

23 Uhr

Hanseatenweg

Studiofoyer

Memories in Music II Late Night Konzert – Fokus Libanon: Calamita

Calamita ist das „Rock-Projekt“ von Sharif Sehnaoui und Tony Elieh, die beide zu den aktivsten Musikern der libanesischen Experimental-Szene zählen. In der aktuellen Version von Calamita gesellt sich der libanesische Schlagzeuger Malek Rizkallah zu ihnen dazu. Zusammen mit der ägyptischen Sängerin Aya Metwalli erforschen die Musiker*innen Möglichkeiten klassische Tarab-Lieder aus ihren Ursprüngen herauszulösen und in der Musik des 21. Jahrhunderts neu zu gestalten.

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Still listening II © Annesley Black; www.oldcrow.ca
Samstag, 7.8.
Konzert

20 Uhr

Memories in Music II ensemble mosaik

Im Fokus des Konzerts steht das Werk von Walter Zimmermann. ensemble mosaik bringt Kompositionen zu Gehör, in denen Zimmermann Bezug nimmt auf Pilgerrouten nach Sarajevo, auf bosnische Volksmusik oder auf Musikkulturen, die er auf Reisen dokumentierte. Weitere Werke von Petros Ovsepyan, Annette Schmucki, Annesley Black und Leopold Hurt.

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Doppelbelichtung © Carola Bauckholt
7. – 8.8.
Klanginstallationen

Memories in Music II Installationen

Im nischenreichen Außen- und Innenraum der Akademie der Künste am Hanseatenweg sind fünf audiovisuelle Installationen und eine Live-Performance inszeniert. Mit Werken von Carola Bauckholt, Tony Elieh, Carlos Gutiérrez, Guilherme Vaz und Walter Zimmermann.

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A Journey of Objects. Filmstill © Mara Louise Atkins

DIGITAL

Präsentation

A Journey of Objects Valeska-Gert-Gastprofessur Anne Collod

Der Abschlussfilm der Studierenden der Tanzwissenschaft der Freien Universität Berlin A Journey of Objects bündelt die Ergebnisse eines Online-Seminars der französischen Choreografin Anne Collod zum künstlerischen Vermächtnis der jüngst verstorbenen US-amerikanischen Choreografin und Lehrerin Anna Halprin (1920-2021).

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Die Programmübersicht finden Sie hier.

Vorschau

12. Berliner Hörspielfestival erstmals als Open Air und Livestream 12.8. – 15.8.2021 mehr

NOTHINGTOSEENESS Leere/Weiß/Stille 15.9. – 12.12.2021 mehr