Links: Angst und Geometrie. Foto © Joseph Ruben. Rechts: Zwei Giraffen tanzen Tango – Bremer Schritte. Foto © M. Menke
Links: Angst und Geometrie. Foto © Joseph Ruben. Rechts: Zwei Giraffen tanzen Tango – Bremer Schritte. Foto © M. Menke

Zwei Aufführungen widmen sich an einem Abend dem Vermächtnis des Choreografen Gerhard Bohner. Zwei Giraffen tanzen Tango kann als ein zeitgenössischer Danse Macabre gelesen werden, ein Totentanz, dessen gesellschaftspolitische Kritik als surreales Ritual inszeniert ist. Angst und Geometrie thematisiert die Möglichkeit, rituelle und zeitgenössische Formensprachen zusammenzuführen. Mit Helge Letonja / steptext dance project.

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Les Levines, Magic Media – Media Magic, Widmung vom 4.3.1994, in: Wulf Herzogenrath-Gästebuch Nr. 15 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 und Wulf Herzogenrath, Akademie der Künste, Berlin
Les Levines, Magic Media – Media Magic, Widmung vom 4.3.1994, in: Wulf Herzogenrath-Gästebuch Nr. 15 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 und Wulf Herzogenrath, Akademie der Künste, Berlin

Wulf Herzogenrath hat als Kurator entscheidend zur Etablierung der Videokunst in Deutschland beigetragen. Die Ausstellung „Magic Media – Media Magic“ ermöglicht Einblicke in sein Archiv und damit in die Highlights der Videokunst und -skulptur seit den 1970er Jahren. Mit Arbeiten von u. a. Vito Acconci, John Cage, Lutz Dammbeck, Joan Jonas, Rebecca Horn, Nam June Paik, Bjørn Melhus, Marcel Odenbach, Sigmar Polke, Ulrike Rosenbach, Bill Viola und Raphaela Vogel.

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Padmini Chettur, Philosophical Enactment I. Foto © Greg Wong
Padmini Chettur, Philosophical Enactment I. Foto © Greg Wong

Die Tänzerin und Choreografin Padmini Chettur verfolgt die Herkunft ihrer Kunst zurück zu Chandralekha, die sich auf die Neudefinition des weiblichen Prinzips in den traditionellen Körperpraktiken fokussiert hatte. Aber Chetturs Ansatz geht noch weiter, über die bewegenden Mythen des Bharatanatyam bis zu den Erinnerungen des Körpers in den ästhetischen Prinzipien des Natya Shastra, eines wegweisenden Textes zur Performance, der zwischen 500 v. u. Z und 200 u. Z. entstand.

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The Sick Dancer. Foto © Teijiro Kamiyama
The Sick Dancer. Foto © Teijiro Kamiyama

Tatsumi Hijikata, Gründer des Butoh, verlieh der Erinnerung und der Verwandlung des Körpers in seinen Schriften einen prägnanten Ausdruck. Takao Kawaguchi verkörpert diese Texte – Worte, die Bilder hervorrufen, die in alle sinnlichen Bereiche eines Tänzers vordringen. Nach seinem Solo About Kazuo Ohno performt Kawaguchi mit Tomomi Tanabe in The Sick Dancer ein Duett, das sich auf einer Tatami-Matte abspielt, dem Symbol der kleinsten Einheit von Privatsphäre. In englischer Sprache. 

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Mary Wigman, Hexentanz, Akademie der Künste, Berlin, Mary-Wigman-Archiv, Foto © Charlotte Rudolph, VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Mary Wigman, Hexentanz, Akademie der Künste, Berlin, Mary-Wigman-Archiv, Foto © Charlotte Rudolph, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Das Jahrhundert des Tanzes
25.8. – 21.9.2019

Ausstellung

Erstmals zeigen die Tanzarchive aus Köln, Leipzig, Bremen und Berlin einzigartige Herzstücke aus ihren Sammlungen in einer gemeinsamen Ausstellung. Die Exponate zeigen, wie der Tanz in den Archiven bewahrt und für die Zukunft als unschätzbare Quelle erhalten wird. Ausgewählte Dokumente der deutschen Tanzmoderne werden in den Kontext einer internationalen Tanzszene gestellt, die durch Projektionen von hundert ikonischen Fotografien und Filmen in einen Dialog mit den originalen Objekten tritt.

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Was der Körper erinnert.
Zur Aktualität des Tanzerbes

24.8. – 21.9.2019

Ausstellung, Aufführungen, Diskurse

Ein Blick auf die Tanzszenen des 20. Jahrhunderts zeigt, wie seit dem Jahrhundertbeginn neue Körperbilder, choreographische Konzepte und Wahrnehmungsebenen entwickelt wurden. In einer Programmreihe mit mehr als 20 Tanzproduktionen, Diskussionen und einer Ausstellung wird die Akademie der Künste zur forschenden Plattform des tänzerischen Erbes. Im Zentrum des Programms stehen Fragen der Weitergabe von choreographischem und tänzerischem Wissen zwischen den Generationen.

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Thomas Florschuetz. Ohne Titel (Palast) 39, 2006. Foto © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Thomas Florschuetz. Ohne Titel (Palast) 39, 2006. Foto © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Thomas Florschuetz.
Zwischenzeit

24.8. – 3.11.2019

Ausstellung

Der Fotograf Thomas Florschuetz widmet sich in Momentaufnahmen dem fragmentarischen Bild, das zwischen Abstraktion und Konkretion oszilliert. Überlagerungen von unterschiedlichen Oberflächen führen das zweidimensionale Medium der Fotografie in neue räumliche Konstellationen. Wie tief und vielschichtig seine Fotografie sein kann, zeigt eine Auswahl von groß- und kleinformatigen Werken im Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg.

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Neuigkeiten aus der Akademie

Akademie der Künste trauert um ihren ehemaligen Präsidenten György Konrádmehr

„Ein astreiner Renaissancemensch“: Katja Lange-Müller über Terézia Moras Protagonisten Darius Koppmehr

Die Tanzfilme der Tanzfabrik Berlin werden online gestelltmehr

Jetzt erhältlich: SINN UND FORM Heft 5/2019mehr

Zwei Giraffen tanzen Tango – Bremer Schritte von Gerhard Bohner und Helge Letonja, steptext dance project, Theater Bremen. Foto © M. Menke
Dienstag, 17.9.
Tanz

20 Uhr

Hanseatenweg

Studio

Was der Körper erinnert. Zur Aktualität des Tanzerbes Gerhard Bohner/Helge Letonja/steptext dance project: Zwei Giraffen tanzen Tango

Zwei Giraffen tanzen Tango von Gerhard Bohner kann als ein zeitgenössischer Danse Macabre gelesen werden, ein Totentanz, dessen gesellschaftspolitische Kritik als surreales Ritual inszeniert ist. Helge Letonja hat mit seinem internationalen Ensemble von steptext dance project Bremen einen offenen Dialog zwischen historischer Materialforschung und zeitgenössischer Choreografie entwickelt, dessen erster Teil zu Gerhard Bohner in Berlin gezeigt wird.

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Angst und Geometrie. Foto © Joseph Ruben
Dienstag, 17.9.
Tanz

21 Uhr

Hanseatenweg

Halle 2

Was der Körper erinnert. Zur Aktualität des Tanzerbes Gerhard Bohner/Theater Bielefeld: Angst und Geometrie

Die mit dem Prager Kammerballett 1990 im Hebbel-Theater uraufgeführte Choreografie thematisiert die Möglichkeit, rituelle und zeitgenössische Formensprachen zusammenzuführen. Seit den 1970er Jahren hat Gerhard Bohner in der Auseinandersetzung mit dem Bauhaus diese Fragen von Form und Leben vor allem in seinen Soloarbeiten reflektiert. Angst und Geometrie ist eine Art Vermächtnis, das Bohner für die Zukunft des Tanzes weitergeben wollte.

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Still aus dem audiovisuellen Essay Moving Sand / Topos von Jeanine Meerapfel und Floros Floridis, 2019 © Malena Filmproduktion
Mittwoch, 18.9.
Akademie-Gespräche

20 Uhr

Pariser Platz

Plenarsaal

13. Akademie-Gespräch [und …]: Kunst + KI: ?

Bereits heute verändert Künstliche Intelligenz (KI) fast alle Lebensbereiche. Wird künstlerische Kreativität eine neue Haltung zu diesen Technologien finden? Darüber diskutiert Akademie-Präsidentin Jeanine Meerapfel mit dem Künstler Jake Elwes, der Technikforscherin Maya Indira Ganesh und dem Leiter des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts Thomas Wiegand. Moderation: Kristoffer Gansing, Leiter der Transmediale. Gespräch in englischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung.

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Jan Assmann. Foto: Rama (CC BY 2.0). Aleida Assmann, Foto: Jussi Puikkonen/KNAW (CC BY 2.0)
Donnerstag, 19.9.
Vortrag und Gespräch

20 Uhr

Hanseatenweg

Studiofoyer

Was der Körper erinnert. Zur Aktualität des Tanzerbes Aleida Assmann und Jan Assmann: Erinnerung, Körper und Kanon

Kein anderes wissenschaftliches Werk hat sich so systematisch und nachhaltig mit dem Thema der Erinnerungskultur auseinandergesetzt wie das von Aleida und Jan Assmann. Während Aleida Assmann nach den Einschreibungen von Erinnerung in den Körper fragt, thematisiert Jan Assmann die Problematik von Kanon-Findungen. Vortrag mit anschließendem Gespräch mit Aleida und Jan Assmann, Gabriele Brandstetter und Johannes Odenthal. In deutscher Sprache.

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Alle Veranstaltungen und Ausstellungen finden Sie hier.

Vorschau

Helga Paris, Fotografin 8. November 2019 – 12. Januar 2020 mehr