9.6.2022, 09 Uhr

Ukraine-Krieg: Unterstützung für Künstler*innen und Kulturschaffende

An dieser Stelle bündeln wir Informationen zur Unterstützung von Künstler*innen, Kulturschaffenden und Journalist*innen in der Ukraine vor Ort und auf der Flucht. Die Liste wird stetig erweitert und ergänzt. Für Hinweise zu weiteren Angeboten und Kontakten wenden Sie sich bitte an Frau Irena Trivonoff (trivonoff@adk.de, 030 200 57-15 03).

bbk berlin

Der berufsverband bildender künstler*innen berlin bietet auf seiner Seite der freien Atelierangebote Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Berliner Künstler*innen und aus der Ukraine geflüchteten Künstler*innen an, außerdem eine Übersicht weiterer Hilfs- und Unterstützungsangebote für Künstler*innen und Kulturschaffende.

European Cultural Foundation

Die European Cultural Foundation hat den Culture of Solidarity Fund – Ukraine special edition eingerichtet. Der Fond steht Einzelpersonen, Kollektiven und Organisationen aus allen Bereichen und der Zivilgesellschaft zur Verfügung – für kulturelle Soforthilfe und gemeinsame europäische Aktionen zur Unterstützung der Ukraine.

Netzwerk Kulturgutschutz Ukraine

Zum Schutz ukrainischer Kulturschätze hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zusammen mit dem Auswärtigen Amt das Netzwerk Kulturgutschutz Ukraine ins Leben gerufen.

Ernst von Siemens Kunststiftung

Die Ernst von Siemens Kunststiftung bietet eine Ukraine-Förderlinie für geflüchtete Wissenschaftler*innen an deutschen Museen.

Verpackungsmaterial zum Schutz von Kulturgut

Die Akademie der Künste unterstützt als Teil eines Teams, das aus einer Initiative des Verbands deutscher Kunsthistoriker entstanden ist, Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine, die in Kultureinrichtungen arbeiten. Sie benötigen dringend verschiedene Dinge/Materialien, um Kulturgut zu schützen, d. h. um Kunstwerke, Bibliotheks- und Archivgut für die Evakuierung vorzubereiten, Plastiken oder Kirchenfenster einzuhausen etc.

Die ersten Transporte gingen bereits nach Lviv (Lemberg), von wo aus ggf. weiter verteilt wird. Weitere Transporttermine sind geplant, u. a. am 25. März. Als zentrale Sammelstelle (Mo–Fr 9.30 bis 17 Uhr) für u. g. Materialien dient ab das Archiv der Akademie der Künste, Standort Luisenstr. 60, 10117 Berlin.

Ansprechpartnerin in der Luisenstr. 60 ist Anna Schultz. Um vorherige Anmeldung wird gebeten, insbesondere wenn es sich um größere Lieferungen handelt: schultz@adk.de, Tel: 030-200574040

Gebraucht werden:

  • starke Pappen, Kartons, Kästen
  • Luftpolsterfolie (sehr wichtig, so viel wie möglich!)
  • Paketband
  • Gaffer-Tape
  • Bauschaum
  • Holz zur Verschalung von Skulpturen und Fenstern
  • Folien (Stretchfolie, Alufolie)
  • Museumskarton
  • Mineralwolle
  • Feuerdecken
  • Feuerlöscher
  • Rettungsfolie
  • Werkzeug (Hammer, Nägel, Schrauben (verschiedene Größen), Schraubendreher, Akkuschrauber (aufgeladen))
  • Powerbanks (möglichst solarbetrieben, bitte unbedingt aufgeladen)
  • Taschenlampen und Stirnlampen mit AA-Batterien
  • Seile und Schnüre
  • Tablet mit Fotofunktion oder Digitalkamera mit SB-Karte und Ladekabel zur Dokumentation

Bitte geben Sie die Spenden sortiert in beschrifteten Kartons ab.
Kleidung, Medikamente o. ä. nehmen wir nicht entgegen, da sich unsere Initiative speziell dem Schutz musealer Objekte, von Archiv- und Bibliotheksgut widmet.

Gezielte Geldspenden zur Rettung von Kulturgut:
Deutsch-Ukrainische Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft
Kennwort: Ukraine-Hilfe/Museen     
IBAN: DE49 5519 0000 0653 9900 10
Für eine Spendenquittung vermerken Sie bitte die Adresse auf der Banküberweisung.

 

Deutscher Kulturrat

Der Deutsche Kulturrat bündelt auf seiner Website Informationen zu Hilfsmaßnahmen aus dem Kulturbereich – gegliedert in die Bereiche Baukunst, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Film, Literatur, Musik sowie spartenübergreifende Angebote.

 

Kreativ Kultur Berlin

Kreativ Kultur Berlin, Beratungszentrum für Kultur- und Kreativschaffende, hat eine Liste mit verschiedenen Hilfsmöglichkeiten für ukrainische Künstler*innen und Kulturschaffende zusammengestellt.

 

Verband deutscher Kunsthistoriker

DerVerband deutscher Kunsthistoriker bietet eine Übersicht deutscher Förderprogramme für gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

 

European Writers’ Council

Der European Writers’ Council versammelt Informationen über Hilfsorganisationen für Geflüchteten, von denen viele besonders Künstler*innen, Schriftstellern*innen, Übersetzer*innen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen im Fokus haben.

 

Stiftung Zukunft Berlin

Eine Zusammenstellung von Hilfsinitiativen findet sich auch auf der Website der Stiftung Zukunft Berlin, u. a. Informationen zum humanitären Einsatz des Kulturzugs Berlin-Breslau.

 

Our Space to Help

Die Akademie der Künste rief gemeinsam mit anderen Berliner Kunstinstitutionen zu einer Spendenaktion in der Neuen Nationalgalerie auf – für Menschen, die aus der Ukraine flüchten und in Berlin ankommen.

Das Bündnis sammelt Geldspenden, Power Banks und Mobile Hotspots und kooperiert dabei mit Be an Angel e.V., die sich und ihr Netzwerk für die nachhaltige Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte einsetzen.

Der Glaspavillon der Neuen Nationalgalerie wurde am Samstag, 5.3., und Sonntag, 6.3., für 36 Stunden ein Ort der Begegnung, Mahnwache und Spendenanlaufstelle. Es gab ein Open Mic geben mit zahlreichen Beiträgen von Künstler*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen.

Über die Organisation Be an Angel e. V. kann weiter gespendet werden.

Be an Angel e.V.
https://beanangel.direct
Spendenkennwort: #kunst4ukraine
Konto 014 522 59 00
BLZ 100 708 48 (Deutsche Bank)
IBAN DE37100708480145225900
BIC DEUTDEDB110

 

Finanzierung, Unterkunft und Notfallressourcen

The Art Newspaper hat eine Liste von 11 Organisationen und Initiativen in Europa erstellt, die Kunstschaffenden Unterstützung bieten – von Künstleraufenthalten bis hin zur Lobbyarbeit für das Kulturerbe, darunter Artists at Risk und das Museum of Modern Art in Warschau.
(In englischer Sprache)

 

Geldspenden

Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen veröffentlicht tagesaktuell Spendeninformationen zur Nothilfe Ukraine: https://www.dzi.de/pressemitteilungen/spenden-fuer-beduerftige-in-der-ukraine-und-auf-der-flucht/

(via SPK)

 

Sachspenden

Die Deutsche Filmakademie verbreitet eine dringende Bitte nach Unterstützung von Filmemacher*innen aus der Ukraine. Um ihrer Arbeit nachgehen zu können, brauchen sie dringend Schutzausrüstung – insbesondere Helme + Schutzwesten der Schutzklasse SK4 (Set-Preis ca. € 1.500) sowie verschiedenes technisches Equipment und Rettungssanitäter-Rucksäcke. Der Transport und die Verteilung in der Ukraine sind gesichert: https://www.deutsche-filmakademie.de/meldungen/ukrainische-filmemacherinnen-brauchen-unterstuetzung/

Filmmakers for Ukraine ist eine Anlaufstelle für Filmemacher*innen und ihre Familien sowie Minderheiten in und aus der Ukraine. Die Seite sammelt und veröffentlicht europaweit Informationen: www.filmmakers-for-ukraine.com

Das europäische Journalistennetzwerk n-ost ruft hat eine Spendenkampagne zur Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen vor Ort in der Ukraine gestartet. Sie brauchen dringend Schutz- und Notfallausrüstung. Die Exiljournalisten, die das Land bereits verlassen mussten, benötigen wiederum dringend finanzielle Unterstützung: https://www.betterplace.org/en/projects/106590-support-for-journalists-in-ukraine

Gespendet werden kann über Paypal oder das n-ost-Bankkonto:
Kontoinhaber: n-ost
IBAN: DE31430609671119100900
BIC: GENODEM1GLS
Bank: GLS Gemeinschaftsbank eG
Betreff: „Emergency Help Ukraine“

 

Jeden Tag zwischen 10 und 18 Uhr kann im Pilecki-Institut am Pariser Platz 4 A, 10117 Berlin,  Hilfsgüter für die Ukraine hinterlassen: https://berlin.instytutpileckiego.pl/de/news/humanitarian-aid-for-ukraine-in-cooperation-with-the

 

Am 5. und 6. März 2022 organisierte das Humboldt Forum gemeinsam mit dem Verein Ukraine-Hilfe und der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal eine Spendenaktion für die Ukraine und wurde zum Sammelpunkt für Hilfsgüter. Von 10 bis 18 Uhr konnten Sachspenden vor dem Humboldt Forum, Schloßplatz Süd (Breite Straße) in 10178 Berlin, abgeben werden.
Die Spenden werden in regelmäßigen Transporten an über 40 Standorten in der Ukraine verteilt.

Derzeit wird benötigt:

  • Isomatten, Decken, Bettwäsche, Schlafsäcke (in guter und sauberer Qualität)
  • Verbandszeug
  • Lebensmittel, die mindestens 3 Monate noch haltbar sind: Haferflocken, Tee(beutel), Rosinen, Nüsse, Knäckebrot, Gebäck, Schokolade, Reis, Nudeln (nach Möglichkeit verpackt in kleinen Kartons)
  • Hygieneartikel: Windeln, Feuchttücher, Creme, Duschgel, Deo, Rasierer, Binden, Tampons, Seife (keine Sprühdosen)
  • funktionsfähige Powerbanks oder Notstromaggregate
  • Bitte KEINE Kleiderspenden

Weitere Informationen

Digitales Kulturgut retten

(Via mus.er.me.ku-Newsletter)

Um Kulturelles Erbe aus ukrainischen Bibliotheken, Museen und Archiven digital zu schützen, hat Sebastian Majstorovic bei Twitter dazu aufgerufen, Digitale Sammlungen aus der Ukraine zusammenzutragen, damit diese online gesichert werden können.

Diese ukrainischen Institutionen wurden bereits gemeldet.

Es wird gebeten, weitere Kulturinstitutionen mit Online-Sammlung hier einzutragen.


Vom 13.3. — 10.4.2022 präsentierte die Ausstellung „What Matters — Werkpräsentation JUNGE AKADEMIE“ Werke von Künstler*innen des internationalen Artist-in-Residence-Programms der Akademie der Künste. Unter den 29 beteiligten Stipendiat*innen sind auch zwei junge Künstler aus der Ukraine, Sasha Kurmaz und Mykola Ridnyi, die sich mit Filmen sowie einer Installation vor dem Akademie-Gebäude am Hanseatenweg auf den Russland-Ukraine-Konflikt bezogen. Beide Künstler befinden sich in ihrem Heimatland.